Guatapé und La Piedra del Peñol – Step by Step erkunden wir das ländliche Kolumbien

Hoch ragt er gen Himmel. Zwischen See, Wald, umgeben von kleinen Inseln, wacht er mächtig über die Gegend. „El Peñol“, ein gigantischer Felsen, der wie aus dem Nichts aus dem Erdboden emporragt und das Bild rund um den süssen kleinen Ort Guatapé prägt. Überhaupt ist die sogenannte „Paisa“-Landschaft bereits für sich eine Augenweide. Kleine Hügel, grüne Wiesen, Ackerbau, Bananenbäume und einzelne Häuser konkurrenzieren sich im steten Wechsel, als wir uns von Medellin aus für einen Tag auf den Weg machen, den bunten Ort Guatapé mit seiner ganz speziellen Magie und das dazugehörige Wahrzeichen auf eigene Faust zu erkunden.

Denn obschon unglaublich spannend und interessant, ist eine Woche Grosstadtleben denn auch für uns genug. In weniger als drei Stunden Busfahrt entkommen wir dem Grosstadtdschungel und tauchen sogleich ein in die wunderbare Landschaft der Provinz Antioquia.“Der Wilde Westen Kolumbiens“ wird das Gebiet rund um den Stausee von vielen auch genannt, aus welchen Gründen ist uns bis heute schleierhaft. Dennoch aber finden auch wir relativ rasch Gefallen an dem Gesehenen. Der Himmel strahlt in seinem tiefsten Blau, die leichte Brise, die über den See zu uns hinüberweht, mildert die starke Sonnenstrahlung angenehm ab, sodass einem schönen Tag im Hinterland Kolumbiens nichts mehr im Wege steht.

El Peñol mit dem gleichnamigen Stausee

El Peñol, der hohe abgerundeten schwarze Felsen inmitten der Seenlandschaft gelegen, erinnert an den Zuckerhut in Rio de Janeiro. Ganze 220 Meter ragt der alleinstehende Monolith gen Himmel und anders als beim Zuckerhut fährt keine Seilbahn zum Gipfel hoch, vielmehr gilt es den Felsen über 675 schmale Stufen zu erklimmen.

El Peñol

Einzigartiges Treppenkonstrukt – La Piedra del Peñol

Auch wir lassen uns den Spass nicht nehmen und wagen uns an den Aufstieg, der zum Mirador, dem Aussichtspunkt hoch auf dem Gipfel führt. Einer breiten Felsspalte entlang wurden die Treppen auf architektonisch ganz spezielle Art und Weise, ineinander verschlungen, verwinkelt und doch voneinander getrennt an den Fels gebaut. Langsam steigen wir hoch, erfreuen uns über die immer beeindruckender werdende Aussicht und lassen den einzigartigen Panoramablick auf uns wirken.

fast geschafft…

wunderbarer Panoramablick

Es sind enge Treppenstufen, die es zu bezwingen gilt, ein Kraftakt, der in die Beine geht. Und dennoch sind wir schliesslich schneller oben als gedacht, als wir nämlich die letzte der 675 Stufen überschreiten und oben stehen auf dem einzigartigen Monolithen.

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Es ist ein einzigartiger Blick von oben über die beeindruckende Seenlandschaft. Überall ragen kleine Inseln aus dem Wasser, Halbinseln mit Ferienhäusern, Villen und fast schon kleinen Palästen zieren das geschwungene Ufer.

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Haben wir die Bergprovinz Antioquia mit ihrer Hauptstadt Medellin, vor allem ihrer Geschichte wegen bereits als sehr spannend und interessant empfunden, so finden wir mit Guatapé nun aber wohl das Kolumbien wie aus dem Bilderbuch. Zahlreiche pittoreske bunt bemalte Häuser zieren das Dorfbild. Farbenfroh und lebendig strahlt der Ort seine ganz eigene Magie aus. Wir verlieren uns indessen einmal mehr in den engen, verwinkelten Gassen, durchforschten Märkte, beobachten Künstler bei deren Arbeit und durchstöbern die süssen kleinen Handwerksläden.

Und obschon bereits nach wenigen Minuten im kleinen Dorf Gautapé bereits alles in den schönsten Farben leuchtet, weiss ein kleines verstecktes Gässchen dies zu übertrumpfen. Häuserfassaden, Mauern, Treppen, Fähnchen, Strassenlaternen, Blumen, alles leuchtet in den schillerndsten Farben. Ein farbenfroher Abschluss eines abwechslungsreichen und gelungenen Ausflugs ins Hinterland Kolumbiens.

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