Ubud – die grüne Oase Balis

Grün, grüner, Ubud. Wo man hinschaut stechen einem saftgrüne Reisfelder ins Auge. Die Atmosphäre ist entspannt, die Luft klar, die Sonne scheint während wir gemütlich durch die Reisfelder spazieren. Wir sind zurück auf der Insel Bali, im kleinen Städtchen Ubud inmitten der Insel Bali. Obschon der Ort aufgrund seiner durch den Film „Eat Pray Love“ gewonnenen Berümtheit etwas überlaufen wirkt und das Ursprüngliche etwas verloren ging, mögen wir den kleinen Ort. Die Umgebung, die kleinen Dörfer, die wunderschönen kleinen versteckten Tempel, all das macht Ubud für uns aus.

Ubud ist aber auch Veganer- und Yogamekka schlechthin. Viele Reisende, Yogis und anderweitige Gesundheitsfanatiker haben sich hier niedergelassen. Habe ich grundsätzlich ja nichts gegen derartige Dinge mag ich die krassen Massenhypes und Trends überhaupt nicht. Wir wissen dies glücklicherweise aber bereits vor der Ankunft und so ist dies auch wirklich das einzige was ein wenig stört in diesem hübschen kleinen Städtchen.


Was aber ebenso direkt ins Auge sticht sind die vielen kleinen versteckten Tempel. Gehört man auf Bali zu einer etwas wohlhabenderen Familie, zeigt man dies gerne mit seinem eigenen kleinen Tempel im Innenhof des Hauses. Und da Ubud grundsätzlich zu einem etwas wohlhabenderen Städtchen zählt, finden sich auch entsprechend viele dieser Haus- resp. Familientempel. Wir spazieren durch die Strassen, erkunden die nähere Umgebung und entdecken etliche der wunderschön verzierten Tempel.

Die Hitze macht uns allerdings ein weiters Mal zu schaffen. Wehte am Meer noch eine angenehme Brise, staut sich die Hitze hier inmitten der Insel. Und so versuchen wir dem Hitzekessel zu entfliehen und spazieren weiter, raus aus den stickigen Gässchen hinein in die offenen Reisfelder. Hier können wir wieder durchatmen, geniessen die Weite, das Grün, die frische Luft und vorallem die angenehm kühle Brise während wir gemütlich durch die Felder spazieren. Wurden in China die Reisfelder nur einmal im Jahr gesät und geerntet, lässt das Klima hier eine ganzjährige Saat zu. Und so arbeiten die Reisbauern auf den Feldern auch Tag für Tag. Pflügen ihre Felder, säen den Reis und ernten diesen schliesslich.

Obwohl uns Ubud gefällt, fahren wir am nächsten Tag frühmorgens mit dem Roller ins Umland. Wir wollen noch mehr von Bali sehen ausser Touristen und Meer. Noch im Städtchen selber ist der Verkehr äusserst mühsam, überhaupt ein Problem auf Bali, welches uns teilweise den letzten Nerv kostet. Wir kämpfen uns aber ganz nach südostasiatischer Manier durch den Verkehr, bis wir ca. 17 Km nördlich von Ubud die Tegalalang-Reisterrassen erreichen. Gleich neben der Hauptstrasse erheben sich die schön angelegten Terrassen. Wir machen einen Stopp, steigen hoch in die Terrassen. Finden sich direkt an der Strasse noch viele Leute ist man 10 min. Fussmarsch entfernt fast alleine.

Kehren die meisten hier nun wieder um, fahren wir weiter in Richtumg Norden. Ohne Plan, ohne Ziel. Wir passieren kleine Dörfer, während die Strasse stetig ein klein wenig steigt. Haben wir noch vor wenigen Minuten geschwitzt weht nun ein kühles Lüftchen. Je höher wir steigen desto frischer wirds.

Trotz Kälte fahren wir weiter

Die Leute am Strassenrand grüssen uns freundlich. Während wir einen kurzen Halt machen, hält ein junger freundlicher Indonesier neben uns. Woher wir denn kommen, will er wissen. Er lebe schon ewig auf der Insel, erzählt er uns. Er, der dick eingepackt dasteht, bekommt sein Schmunzeln nicht aus dem Gesicht als er uns fröstelnd an der Strasse stehen steht. „Ja, Bali kann auch kalt!“, meint er mit einem Lachen, wünscht uns einen schönen Tag und braust davon.

Wir reissen uns zusammen, lassen uns künftig nichts mehr anmerken und fahren weiter. Immer weiter führt die Strasse hoch in den Norden. Die vielen süssen kleinen Dörfer bekommen unsere volle Aufmerksamkeit bis die Strasse plötzlich endet. Vor uns tut sich ein riesieger Krater auf. Die Kraterwand fällt steil nach unten. Unten in der Ebene liegt ein grosser blauer See, gleich nebenan erhebt sich der Vulkankegel des Mt. Batur. Wow! Damit haben wir nun überhaupt nicht gerechnet, wollten wir ursprünglich doch gar nicht so weit fahren. Wir geniessen den wunderschönen Blick über die Ebene, denn diesmal bekommen wir das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Was für ein perfekter Abschluss eines schönen, entspannten Aufenthaltes in Bali!

Mount Batur

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