Port Barton – das kleine Juwel der Insel Palawan

Wer auf die Philippinen reist, reist definitiv nach Palawan, der bekanntesten aller Inseln. Aber nicht jeder der hierher reist, macht auch einen Stopp im kleinen beschaulichen Dörfchen Port Barton. Noch von Joe aus Irland haben wir den Tipp bekommen unbedingt ein paar Tage in diesem noch fast unberührten Ort zu verweilen. Wer Erholung nach dem doch sehr überfüllten El Nido sucht, scheint hier richtig zu sein.

Bereits die Anfahrt macht Lust auf mehr. Fährt man anfangs mit dem Bus noch über gut ausgebaute Strassen, ändern sich die Verhältnisse schlagartig sobald man auf die Strasse in Richtung Küste abbiegt. Unser kleiner Bus kämpft sich über die Schotterpiste. Eine holprige Dreiviertelstunde später sind wir da…in der chilligen Backpackeroase Port Barton. Ein paar Strassen, ein paar kleine Restaurants, ein paar Unterkünfte und ein paar Fischerhütten…ja ich glaube das wars schon was Port Barton zu bieten hat. Perfekt oder? Wir zumindest fühlen uns von Beginn an pudelwohl!

Auch in Port Barton gibt es nicht während 24 Stunden Strom. Mittlerweile bieten zwar einige Unterkünfte eine 24 Stunden-Stromversorgung an, welche mittels Generator hergestellt wird, entsprechend hoch sind aber auch die Unterkunftspreise. Wir brauchen diesen Luxus nicht und entscheiden uns für ein kleines Bungalow mit Ventilator dafür aber mit einer kleiner Veranda und Strom von 18:30 Uhr bis 9:00 Uhr morgens. Auch die Kaltwasserdusche, welche auf den Philippinen übrigens zum normalen Standard gehört, stört in keinster Weise…bei den Temperaturen würde man sowieso im Traum nie warm duschen! 😉

Ausserdem bietet uns die Natur eine kostenlose Warmwasserdusche, als nämlich ein kräftiges Gewitter über uns hinwegzieht. Es schüttet wie aus Kübeln…

Das kleine Fischerdörfchen liegt an der Pagdanan Bucht. Eine schöne, kleine Bucht, welche allerdings, wie in einem Fischerdorf so üblich, von Booten übersät ist. Hier geniessen wir den einen oder anderen Strandspaziergang und beobachten die Fischer bei deren Arbeit.

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Macht man sich aber zu Fuss auf den Weg durch den Dschungel findet man auch hier relativ schnell einsame Plätze. Wir spazieren ohne Plan ein wenig aus dem Dörfchen, durch Dschungel, über kleine Bäche bis hin zu einem wunderschönen Strandabschnitt, nur eine Bucht weiter.

Die vorgelagerten Inseln rund um Port Barton laden auch hier zu einem Inselhopping ein. Und auch hier kann man wählen zwischen Tour A, B, C, und D! Oh ja, toll nicht?! Weil wir den Ort und das Geschehen hier aber um einiges entspannter empfinden, die Einheimischen wie auch die anderen Reisenden uns hier gefallen, entscheiden wir uns doch eine solche Tour zu buchen. Als wir nachmittags am Strand entlang schlendern und uns die verschiedenen Angebote anschauen, spricht uns ein netter Mann mittleren Alters an. Der Umstand dass er uns mit ca. 2 Promille intus versucht eine Tour zu verkaufen, macht die Entscheidung nicht einfacher. Irgendwie finden wir ihn aber total lustig und sympathisch, denn er gibt sich wirklich unglaublich Mühe, weshalb wir bei ihm für den nächsten Tag die Tour buchen. Ich frage sicherheitshalber noch nach, ob er denn der Kapitän sei. Er meint nur lachend: „No no, my friend, look over there, that’s the Captain!“ Und zeigt zu einem noch strahlenderen jungen Mann mit einer Bierflasche in der Hand! Hach ja..was solls..wir vertrauen auf unser Bauchgefühl. Schlussendlich handeln wir noch zwei Gratisbiere aus, was die Entscheidung natürlich ebenfalls ein wenig vereinfacht.

Pünktlich um 9:00 Uhr morgens steht die Crew topfit bereit…von einem Hangover nichts zu spüren…uns ists recht! Ehrlichgesagt weiss ich gar nicht mehr was wir an diesem Tag alles ansteuern, einer Tour nach Plan folgen wir nämlich nicht…auch das ist uns mehr als recht!

Die Gruppe ist cool, die Crew nett und die Orte die wir ansteuern wunderschön! Uns wird langsam aber sicher bewusst, dass die Orte die wir hier auf den Philippinen zu sehen bekommen, wohl nicht so schnell zu toppen sind. Wir schwimmen mit Schildkröten, schnorcheln an kleinen Riffen, legen an Inseln mit Puderzuckerweissem Strand an und geniessen einmal mehr ein wunderbares frisches Mittagessen am Strand. Der Tag war im Gegensatz zu unserer El-Nido-Tour ein voller Erfolg.

Abends geniessen wir ein feines Abendessen in Gesellschaft von Desiree und Hagen aus Deutschland am Strand, tauschen Reisegeschichten aus und witzeln ein wenig mit den lustigen Einheimischen – ein perfekter Ausklang unseres geliebten Port Barton-Aufenthaltes.

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