Über Sabang nach Puerto Princesa – ein Wiedersehen mit Freunden aus der Heimat

Eigentlich wollten wir keinen weiteren Zwischenstopp mehr einlegen und die Tage bis zu unserer Abreise in Port Barton ausklingen lassen. Da aber Remo ein Studienfreund von Dominique mit seiner Freundin Maia zur gleichen Zeit Ferien in den Philippinen macht, ändern wir unsere Pläne..und das natürlich liebend gerne! Seit mehr als zwei Wochen versuchen wir die beiden irgendwo in diesem Land zu treffen, was tatsächlich schwieriger ist als es klingt. Glücklicherweise klappt es dann aber doch noch – am zweitletzten Tag unseres Philippinenaufenthaltes. Ja, lieber spät als nie!

Um dieses Treffen bewerkstelligen zu können, bedarf es aber einiges an Organisation. Maia und Remo nämlich befinden sich noch in El Nido, wollen an einem Tag nach Puerto Princesa reisen und zwischendurch noch den Underground River von Sabang besuchen. Der Plan die beiden nach Puerto Princessa zu begleiten steht, die Umsetzung hingegen wäre für Touristen wie uns aber schlicht unmöglich. Zu gross ist die Distanz zwischen den Orten, zu unzuverlässig der Transport auf den Philippinen. Da Maia aber aus den Philippinen stammt ist dies alles ein Klacks…Einheimischenbonus sag ich da nur!

Wir vereinbaren, uns um 10:00 Uhr an der Strassenkreuzung in der Nähe von Roxas zu treffen. Easy denken wir, denn um 08:00 Uhr fährt schliesslich ein Jeepney ins eine Stunde entfernte Roxas…reicht also locker! Ja denkste…uns wird erstmal wieder bewusst, wieviel Stress es bedeutet zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein. Normalerweise spielt die Uhrzeit für uns so ziemlich keine Rolle. Verabredet man sich aber, kommt die typisch schweizerische Korrektheit/Pünktlichkeit zum Vorschein und man wird leicht nervös wenn der Fahrer um 08:30 Uhr noch immer beim Frühstück sitzt. Und da nur einmal täglich ein Bus nach Roxas fährt, wird zu unserer Freude zudem erstmal eine Ehrenrunde durchs Dorf gemacht. Die Einwohner können dem Busfahrer nämlich Einkaufszettel mitgeben, sodass dieser die bestellten Waren anschliessend in der Stadt besorgen kann. Eine schöne Geste, die das Miteinander in einem Dorf noch so richtig veranschaulicht! Müssten wir nicht zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein, fänden wir es genial!

Nach einer Stunde holpriger Fahrt zurück über die Naturstrassen kommen wir mit einer halben Stunde Verspätung dann aber doch noch an der besagten Kreuzung an. Remo und Maia warten bereits. Schnell klopfen wir an die Seite des Busses um dem Fahrer zu signalisieren, dass wir aufsteigen möchten, quetschen uns am mitgeführten Motorrad vorbei und begrüssen unsere Freunde aus der Schweiz! 🙂

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So, unsere Arbeit für den Tag ist hiermit getan! Denn nun können wir uns voll und ganz in die Hände von Maia und ihrem philippinischen Organisationstalent begeben..auch mal schön! Der Chauffeur bringt uns zu unserem nächsten Ziel dem Underground River von Sabang. Kaum ausgestiegen wird alles organisiert. Auf einen kurzen Lunch folgt das Anstehen bei den Booten. Wir würden aber nicht mit Maia reisen, müssten wir anstehen. Ein kurzes Schwätzchen mit ein paar Leuten vor Ort und schwups, schon sind wir auf dem Boot. Ich sags ja, Einheimischenbonus! Zwar müssen wir unmittelbar vor der Höhle noch einmal etwas warten, schneller als bei den meisten anderen gings aber trotzdem. Und wir haben doch tatsächlich gedacht, das Unterfangen nach Puerto Princesa zu reisen und zwischendurch den Underground River zu besuchen ist schlicht unmöglich…pfff..wie naiv! 😉

Der Underground River ist ein etwa 8 Km langer unterirdischer Fluss, der sich unter einem Karstgebirge seinen Weg gebahnt hat. Wir Touristen dürfen leider nur 1.2 Km des Flusses mit einem Boot befahren, aber dennoch sind wir mehr als angetan von diesem unglaublichen Höhlensystem und davon was die Natur uns alles bereit hält. Hier nämlich offenbart sich eine fantastische Welt aus Tropfsteinhöhlen, Stalaktiten und Stalagmiten. Der einzige Wehrmutstropfen ist leider einmal mehr die touristische Ausschlachtung dieses Ortes. Besuchten gemäss Auskunft von Maia vor einigen Jahren nur wenige Menschen diesen Ort, ist dieser nun mittlerweile ziemlich überfüllt.

Den gemeinsamen Abend beginnen wir dann aber ganz entspannt im Pool des Hotels wo sich die beiden einquartiert haben mit einem Apero. Maia führt uns anschliessend in ihr Lieblingsrestaurant der Stadt wo wir zusammen mit einem weiteren Deutsch-Philippinischen Paar, welche wir im Pool kennengelernt haben, einen feinen Fisch geniessen. Ja, richtig gehört wir essen Fisch… 🙂

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Ein cooler, lustiger und geselliger Abend geht zu Ende doch leider bedeutet dies auch gleichzeitig wieder Abschied nehmen. Auch wenn wir nur einen Tag miteinander verbringen konnten, war es dennoch einfach toll Maia und Remo wieder zu treffen und vertraute Menschen aus der Heimat um sich zu haben. Schön hat es geklappt! 🙂

Aber nicht nur von Maia und Remo müssen wir Abschied nehmen, für uns geht nämlich auch das Abenteuer Philippinen hiermit zu Ende. Wie haben wir uns doch auf dieses uns noch so unbekannte Land gefreut. Wie haben wir uns die einzelnen Orte ausgemalt. Was hatten wir doch alles für wunderbare Vorstellungen der Leute und des Landes. Und wisst ihr was? Es war noch tausendmal besser!! Uns hat die Freundlichkeit der Menschen hier umgehauen, ganz zu schweigen von den wunderschönen Orten die wir besucht haben. Zum ersten Mal tauchten wir so richtig intensiv in die Unterwasserwelt ein und lernten so einen ganz neuen Teil dieser wunderbaren Welt kennen. Tauchen zählt seither zu einem neuen Hobby von uns. Und obwohl wir uns auch auf die Rückkehr nach Thailand freuen, fällt es uns nicht ganz leicht das Land zu verlassen. Philippinen wir sehen uns wieder…irgendwann! Cheers!!

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