Bantayan – Sun, Fun and nothing to do!

Wieso einfach wenn es auch kompliziert geht, scheint irgendwie so unser Motto dieser Reise zu sein. Bantayan liegt nur ca. 40 Km Luftlinie von Malapascua entfernt. Anbieten würde sich daher der direkte Weg übers Meer. Aber eben, getreu unserem neuen Motto entscheiden wir uns auch dieses Mal für die etwas kompliziertere für uns aber nicht minder interessantere Variante, welche uns zurück auf die Insel Cebu und dann mit einer weiteren Fähre schliesslich an unser Ziel Bantayan bringen soll.

Nachdem wir unsere Bäuche noch schnell mit einem schönen Frühstück mit Blick aufs Meer gefüllt haben, stapfen wir mit unseren Rucksäcken über den Strand. Von irgendwo hier aus soll uns eine kleine Banka zurück nach Maya auf der Insel Cebu bringen. „No problem Sir, the boatman will find you!“ wurde uns versichert.  Na denn, warten wir doch einfach mal. Keine zwei Minuten später wird uns von allen seiten zugerufen: „Hello Sir Ma’am, you need boat to Maya? Ok Sir, just wait here!“ Ach wenns doch nur immer so einfach wäre…und tatsächlich sollte während des ganzen Tages das Glück für einmal auf unserer Seite stehen. Pünktlich um 09:30 Uhr legt unser Boot ab und wir schippern zurück nach Maya.

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Am Hafen kurz mit einem Busfahrer einen Deal ausgehandelt, sodass dieser einen kleinen Umweg nach Hagnaya fährt (natürlich zum Ärger der restlichen Passagiere, die eigentlich direkt nach Cebu fahren möchten;-)) und keine Stunde später stehen wir am Pier von Hagnaya. Wir hüpfen aus dem Bus, wo uns schon wieder von überall ganz freundlich „Sir, Ma’am, Santa Fe?“ zugerufen wird. Ein kurzes Kopfnicken unsererseits genügt und schon stehen wir am Ticketschalter, besorgen unsere Tickets, bezahlen die obligatorische Terminalfee, bevor wir schon fast eskortenmässig auf die grosse Autofähre geführt werden. War anscheinend ganz schön knapp, denn nur kurz darauf legt das Schiff auch schon ab und schippert weitere 1.5 Stunden über die Visayas-See nach Santa Fe. Ja, und weshalb genau sind wir so früh augestanden? Ging ja richtig flott, trotz der umständlicheren Route. Ja die Philippinen können eben auch so! 😉

In Santa Fe werden wir seit langem wieder von der Sonne begrüsst. Wir möchten daher so schnell wie möglich ins Hotel, uns in die Badesachen stürzen und ab ins erfrischende Meer springen. Als hätte mich jemand erhört steht am Hafen ein Tricycle-Fahrer bereit der ein Schild mit meinem Namen darauf in die Höhe hält. Ja wie jetzt? Damit hätten wir ja sowas von gar nicht gerechnet, denn schliesslich haben wir mit unserem Hotel weder einen Abholservice vereinbart noch die Ankunftszeit angegeben. Aber hey, was für ein Luxus wenn man nicht erst xmal mit einem Tricycle-Fahrer verhandeln muss bis man sich auf einen fairen Preis geeinigt hat. Diesbezüglich muss ich den Filippinos jedoch ganz klar ein grosses Lob aussprechen. Ausser in den Touristengebieten fahren wir nämlich sehr häufig zum gleichen Preis wie die Einheimischen und das kann man von anderen Ländern nicht wirklich behaupten.

Bantayan ist bekannt für seine weissen Strände, das türkisfarbene Meer und damit hat sichs auch schon. Sun, Fun and nothing to do scheint hier das Motto zu sein, na denn lass uns das tun! 🙂

Der Sugar Beach macht seinem Namen alle Ehre. Schon fast zu kitschig um wahr zu sein,  erhebt sich eine wunderschön grosse Sandbank im Meer, welche sich bei Ebbe mit der Insel verbindet.

Wir verbringen ein paar Stunden am Strand und geniessen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. In der Ferne scheint sich ein mächtiges Gewitter anzubahnen, den Weg zu uns schafft es jedoch nicht…zumindest noch nicht.

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Bantayan ist zwar um einiges grösser als Malapascua, umrundet hat man die Insel jedoch auch in einem Tag..dafür benötigt man hier allerdings einen fahrbaren Untersatz. Wir fahren mit dem Roller ins gleichnamige Städtchen Bantayan, wo sich alles um den am Hafen liegenden Markt dreht. Neben einem grossen Fischmarkt werden hier Gemüse, Früchte, Kleidung und vieles mehr feilgeboten. Während Stunden schlendern wir über den Markt und beobachten das emsige Treiben.

Im Zentrum der Stadt befindet sich ein kleiner Park wo sich klein und gross zu verweilen scheinen. Gleich nebenan steht die mächtige Saints Peter and Paul Cathedral. Wunderschöne Wandmalereien verzieren die mächtige, an den Seiten offene Kirchenhalle.

Auf den Philippinen laden an jeder Ecke kleine Bäckereien zu einem kleinen Snack ein. Zwar gibt es ausschliesslich Süsswaren, für eine kurze Pause zwischendurch aber allemal gut! Uns verwunderts seither in keinster Weise, dass viele Filippinos etwas mehr auf den Hüften tragen – man kann es ihnen irgendwie auch so gar nicht verübeln bei dieser Auswahl! 😉 Auch wir haben diese Bäckereien für uns entdeckt und gönnen uns ab und an ein süsses Zvieri!

Gerade als wir aufbrechen wollen, wirds im nebenliegenden Park auf einmal lauter. Aus dem Lautsprecher ertönt eine Art Stadionsprecher und immer mehr Menschen strömen zum in der Mitte befindenen Basketballfeld. Anscheinend findet hier soeben ein Meisterschaftsspiel zweier regionaler Basketballmannschaften statt. Wir verfolgen das Spiel und werden erstmal Zeuge mit welchem Ehrgeiz und Hingabe die Menschen hier diesem Sport fröhnen.

Am letzten Tag unseres kurzen Bantayan Abstechers wollen wir uns auf die Suche nach dem versteckten „Paradise Beach“ machen. Die Wegbeschreibung steht in keinem Reiseführer nur mündlich wird einem der Weg von Locals beschrieben. Mit der Route im Kopf machen wir uns also auf den Weg. Wo wir an der Hauptstrasse abbiegen müssen ist ja noch einfach. Aber wie war das nun nochmals mit dem Baum. „After a big tree turn left, then straight and you’ll find the beach, no problem Sir!“ Jaja, das mit dem no problem haben wir langsam begriffen, trotzdem lässt sich der eine Baum leider nicht so einfach ausmachen..es hat schlicht zuviele davon. Glücklicherweise treffen wir auf dem Weg auf weitere Einheimische und so nickt uns ein am Wegrand sitzender Filippino freundlich zu als wir mit der Hand nach links zeigen und nach dem besagten Strand fragen. Der Weg wird immer enger und steiniger. Zweifel darüber ob wir nun wirklich den richtigen Weg eingeschlagen haben, verfliegen aber genau so schnell wieder wie sie gekommen sind, denn schon stehen wir da, am Paradise Beach. Und dieser ist wirklich wunderschön, würde dazu die Sonne noch scheinen wäre er nahezu perfekt. Das Wetter ist uns egal, denn wir springen ohne zu zögern ins diesmal deutlich kältere Wasser und verbringen einen lustigen Tag mit nur einer Handvoll anderer Filippinos.

Santa Fe das kleine Städtchen in welchem wir hausen, hat es uns aber noch viel mehr angetan. Auf den Strassen trifft man, wie auf der ganzen Insel, nur wenige Ausländer. Die Stadt ist voll in den Händen der Einwohner. So steht beispielsweise auch einfach mal der ganze Verkehr still – wir mittendrin – wenn freitagabends nämlich von jeder Kirche aus eine Prozession durch die Strassen stattfindet. Die Gläubigen beten während zwei Männer ein Kreuz mit Jesus Christi vorneweg durch die Strassen tragen.

Von überall her steigt uns der Duft von gegrilltem Fleisch und Fisch in die Nase. An einer Strassenkreuzung werden diverse Barbequegrills angefeuert. Alle möglichen Fleisch- und Fischvariationen werden hier angeboten. Uns läuft das Wasser im Mund zusammen.

Trotzdem kehren wir wie des Öfteren in eines der Lechon Manok Restaurants ein, die es auf den Philippinen an jeder Ecke gibt. Wunderbar knusprige Güggeli werden hier zum Verzehr angeboten. Der Duft der aus diesen Restaurants strömt erinnert uns an den „Güggelimaa“ zu Hause.

Als wir aber eines Abends an einem Restaurant vorbeilaufen und auf dessen Schild „Schnitzel“ stehen sehen, können wir nicht anders. Wir kehren ein und essen ein wunderbares Schnitzel mit „Härdöpfelstock“ und Gemüse…jammi!! Preislich war dieses Essen, wie der Westernfood meist, im oberen Segment aber glücklicherweise hatten wir noch eine Essenspende offen, mit welcher wir unsere heimatlichen Gelüste befriedigen konnten. 😉

Vielen Dank Tamara! 🙂

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