Bangkok – ein herzliches Wiedersehen mit Freunden

Der Plan war ja eigentlich mit dem Zug von Chiang Mai nach Bangkok zu reisen. Hat vor sechs Jahren schon nicht geklappt..und klappt auch dieses Mal nicht. War es damals noch das Hochwasser, welches eine Zugfahrt verunmöglichte sind wir dieses Mal definitiv selbst schuld. In Thailand herrscht zurzeit Hauptreisezeit, entsprechend früh sind die Züge ausgebucht. Wir ärgern uns, denn auf Nachtbüsse habe insbesondere ich so gar keine Lust. Nur zu gut kenne ich die Machenschaften der günstigen Buskompanies, welche die Touristen übers Ohr hauen oder gar ausrauben. Was die Sicherheit anbelangt fange ich gar nicht erst an. Nach langer Recherche finden wir schliesslich die Nakhonchai Air Buskompanie, kostet zwar einige Baht mehr aber Sicherheit geht für uns nun mal definitiv vor. Die Tatsache, dass wir die einzigen Touristen im Bus sind, bestärkt uns in unserer Entscheidung, denn schliesslich wissen die Locals meist am besten wem man vertrauen kann.

Nach entspannten acht Stunden Busfahrt in welchen wir tatsächlich die ein oder andere Stunde schlafen können, kommen wir trotzdem ziemlich K.O. in der megamotropole Bangkok an.

Bangkok hasst man oder liebt man. Als Drehscheibe von Südostasien dient diese Stadt für viele Reisende als kurzer Zwischenstopp. Auch wir machen hier vorerst nur aus zwei Gründen Halt. In Bangkok nämlich besteigen wir in ein paar Tagen unseren ersten Flieger seit Beginn der Reise. Des Weiteren haben wir uns hier mit Kasia und Victor, welche wir in China kennengelernt haben verabredet, worauf wir uns schon riesig freuen.

Bangkok selbst aber dient uns auch als Basis um Verlorengegangenes oder Kaputtes zu ersetzen. Sightseeing lassen wir links liegen und machen uns auf, die Shoppingmalls der Stadt zu stürmen. Während zwei Tagen sitzen wir fast ausschliesslich in brütendheissen Bussen und extrem hinuntergekühlten Shoppingmalls.

Da uns unsere bisherige Kamera leider immer mal wieder im Stich lässt und wir mit dem Ungetüm von Kamera auf Reisen nicht wirklich zufrieden sind, haben wir schon vor ein paar Wochen entschieden uns eine kleinere, etwas handlichere Kamera zuzulegen. Nach einiger Recherche haben wir uns dazu entschieden uns von der Spiegelreflexkamera zu trennen und stattdessen eine Systemkamera anzuschaffen. Bangkok sei was Kamerakauf und Zubehör anbelangt wohl unschlagbar, wurde uns oft gesagt..nicht der günstigen Preise, sondern vielmehr der Auswahl wegen. Nun ja, es hat dann letztendlich doch zwei Tage gedauert, zwei Tage Shoppingmarathon, zwei Tage anstrengendes Busfahren durch eine Stadt mit dem wohl schlimmsten Verkehr…aber hey, wir haben sie gefunden…unser neues Baby! 🙂

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Ja und dann endlich ist es soweit, Kasia und Victor kehren nach einer dreimonatigen Reisepause wieder nach Asien zurück. 🙂 Von Bankgok aus wollen sie ihre Reise fortsetzen. Perfekt also um uns hier zu treffen und das zwischenzeitlich Erlebte auszutauschen. Oft haben wir in China über die kleinen Dinge gesprochen, die wir hier während der Reise vermissen. Insbesondere Dominique spricht tatsächlich oft nur noch über Käse..so stark ist sein Verlangen danach! 😉 Umso grösser war die Freude, als die beiden uns mit einem „Plättli“ und einer Flasche Rotwein überraschen. Wir verbringen zusammen mit Kasia und Victor einen spannenden, unterhaltsamen und kulinarisch perfekten Abend bis wir schliesslich müde und vollgestopft, aber zufrieden ins Bett fallen. Vielen Dank Kasia und Victor! We had a blast! 🙂

Die Hitze in Bankgkok ist kaum auszuhalten. Zusammen mit Kasia und Victor besteigen wir einen Tag später daher den Zug, welcher uns ins ca. 80 Km nördlich gelegene Ayutthaya bringen soll. Nicht nur wollen wir hier der Hitze Bangkoks etwas entkommen, vielmehr steht ein Besuch der alten Kaiserstadt Ayutthaya an. Mit alten klapprigen Fahrrädern erkunden wir die prachtvollen Ruinen von Tempeln, Palästen und Festungsanlagen. Über 400 Jahre lang herrschten hier insgesamt 33 Könige aus fünf verschiedenen Dynastien, bis die Stadt schliesslich nach einer 15-monatigen Belagerung 1767 von den Burmesen eingenommen und vollkommen zerstört wurde.

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