Mae Hong Son Loop – mit dem Motorrad durch den Norden Thailands

1864 Kurven schlängeln sich auf einer Strecke von etwas mehr als 600 Km durch die faszinierende Berglandschaft von Nordthailand. Der Mae Hong Son Loop ist einer der bekanntesten und schönsten Motorradloops in ganz Thailand. Die Tage in Chiang Mai haben wir unglaublich genossen, die Annehmlichkeiten von Bars und Restaurants ausgenutzt, Strassenmärkte besucht und uns die Bäuche vollgeschlagen. Nun aber wollen wir wieder raus, raus in die Natur. Und genau deshalb lassen wir uns die Chance noch einmal die Freiheit auf einem Motorrad zu geniessen natürlich nicht entgehen und starten das Abenteuer Mae Hong Son Loop.

Um den Loop zu fahren muss jedoch erstmal ein Motorrad her. Nur was für eines soll es denn nun dieses Mal sein? Dominique wünscht sich ja schon länger wieder einmal auf einem etwas grösseren Gefährt zu sitzen. Wir klappern also die unzähligen Verleihstationen ab, bis wir schliesslich ein super Angebot aushandeln können. Unser Kurzzeitfreund ist zwar ebenfalls nur eine 250ccm Maschine dafür aber um einiges stabiler gebaut. Bereits nach den ersten Probefahrten merke ich, wie ungewohnt relaxed eine Motorradfahrt sein kann. Nichts klappert, nichts schwabbelt, perfekt! 😉

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Mit kleinem Gepäck gehts los. Plan haben wir wie so oft keinen wirklichen, was meist aber bekanntlich sowieso der beste Plan ist. Die ersten Kilometer führen über einen Highway hinaus aus der Stadt in Richtung Süden bis wir schliesslich in den Doi Inthanon Nationalpark abbiegen. Die Landschaft ändert sich von einer Minute auf die andere. Wir folgen der Strasse, welche uns auf den höchsten Berg Thailands, den Doi Inthanon bringt. Bäche plätschern friedlich neben der Strasse umgeben von dichtem Wald während uns eine erfrischende Brise um die Nase weht. Auf dem höchsten Punkt Thailands angekommen (2500 M.ü.M) ist es mit 16 Grad angenehm kühl – eine Wohltat nach den heissen, stickigen Tagen in der Stadt.

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Wir erkoren Mae Sariang als unser Tagesziel und geniessen die restlichen Kilometer durch die kurvige Landschaft!

Mae Sariang selbst ist ein kleines, beschauliches Dorf, welches unserer Meinung definitiv einen Besuch wert ist. Auch wenn wir aufgrund der späten Ankunftszeit wenig Zeit haben Mae Sariang ausführlich zu erkunden, finden wir es ziemlich hübsch, dieses kleine Städtchen.

Und wie gerufen flattert eine weitere Spende ins Haus. Nach einem langen, anstrengenden Tag auf dem Motorrad genehmigen wir uns ein erfrischend kühles Bier mit Blick auf den Fluss und die Berge.

Vielen Dank Stephan! 🙂

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Der nächste Tag beginnt fast identisch wie der gestrige aufgehört hat. Kaum haben wir die letzten Häuser hinter uns gelassen, fahren wir über wunderschön von Bäumen gesäumte Strassen. Gelb, rot, braun leuchten die Blätter der Bäume..man könnte tatsächlich meinen der Herbst hat Thailand erreicht. Die Strasse schlängelt sich in leichten Kurven durch die hügelige Landschaft.

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Die kleinen Unterstände am Strassenrand bieten sich übrigens hervorragend an um eine kurze Pause einzulegen.

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Überall entlang der Strasse finden sich immer wieder kleine Cafés. Wir fühlen uns schon fast wieder nach Vietnam zurückversetzt. Kurz vor Mae Hong Son machen wir halt und genehmigen uns einen starken aber guten Kaffee. Wäre die Sicht aufgrund des in der Luft hängenden Rauches nicht derart eingeschränkt, könnte man wohl weit über das Tal sehen. Die Bergvölker in Thailand aber auch die thailändischen Bauern nutzen die lange trockene Zeit nach der Regenzeit, um ihre Felder von überwucherndem Gestrüpp zu reinigen und die an die Gärten angrenzenden Waldbestände zu vernichten um mehr Ackerland zu erhalten. Aufgrund dessen wirkt der Himmel Nordthailands ab Januar immer sehr dunstig.

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Mae Hong Son, direkt an der Grenze zum Nachbarland Myanmar gelegen, strahlt eingebettet in ein hübsches Tal, umgeben von Bergen, die der frühe Morgennebel verschleiert einen ganz besonderen Charme aus. Wir suchen uns eine einfache Unterkunft und spazieren entlang des Sees, besichtigen die birmanischen Tempel und fahren auf den Aussichtspunkt in den Bergen.

Der nächste Tag beginnen wir einmal mehr in einem der unzähligen hübschen Cafés mit wunderschönem Blick über die sattgrünen Felder. Besser kann ein Tag wohl kaum beginnen..;-)

Genau 1864 Kurven beinhaltet der ganze Mae Hong Son Loop..hier der Beweis.

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Weiter gehts durch wunderschön leuchtende Wälder, über Anhöhen mit wunderbarem Blick übers Tal.

Dass wir uns etwas abseits in den Bergen befinden, merken wir schliesslich definitiv, als wir eine Tankstelle, welche auf unserer Karte eingezeichnet ist, anfahren… Ja auch so kann getankt werden..

Pai, unser heutiges Tagesziel, entpuppt sich als kleine Backpackeroase. Viel haben wir von diesem Ort, dem ehemaligen Austeigermekka gehört, entsprechend gespannt sind wir was auf uns zukommt. Wir sind uns etwas uneinig ob uns dieser Ort wirklich zusagt oder nicht..die chillige Atmosphäre, die das Dörfchen aber immer noch ein wenig ausstrahlt, verleitet uns schliesslich dazu eine Nacht länger zu bleiben und eine Motorradpause einzulegen. Während auf der Hauptstrasse viel los ist, kann man dem Lärm auf der anderen Seite des Flusses ohne Probleme etwas entgehen. Wir finden ein echt schickes Bungalow direkt am Fluss und machen während zwei Tagen das, was die meisten hier tun…nichts! 😉

Der letzte Tag unseres Loops schliesslich bringt uns zurück nach Chiang Mai. Vorher aber gehts über unzählige Haarnadelkurven den Berg wieder hinunter ins Tal. Die Motorradmotoren dröhnen schon von weit unten aus dem Tal. Ein wahres Paradies für jeden Motorradliebhaber. Auch Dominique muss sich immer wieder am Riemen reissen, es juckt ihn im Hintern, nur sein Sozius hat definitiv etwas dagegen. 😉 Ja, die letzte Etappe bietet wirklich noch einmal alles was das Motorradherz begehrt bevor wir schliesslich wohlbehalten in Chiang Mai ankommen.

2 Gedanken zu “Mae Hong Son Loop – mit dem Motorrad durch den Norden Thailands

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