Weisse Nächte in St. Petersburg

Ankunft am Moskauer Bahnhof Belorusskaja, Weiterfahrt nach St. Petersburg ab Leningrader Bahnhof, Zeit den Bahnhof zu wechseln: 2 Stunden – Challenge accepted!

Bestens vorbereitet stiegen wir aus dem Zug und fanden auch sogleich die Metrostation. Im Gegensatz zu den Bahnhöfen in Moskau sind die Metrostationen nur in russischer Sprache angeschrieben. Die Durchgänge der Metro schlängeln sich wie ein Labyrinth durch den Untergrund Moskaus – in der Tat nicht sehr einfach sich zu Recht zu finden. Zu unserem Erstaunen fanden wir aber auf Anhieb die Metro Nr. 5, welche uns an den Leningrader Bahnhof bringen sollte – ein Kinderspiel! Unseren Zug zu finden, war dann jedoch alles andere als einfach. Nachdem wir (mit dem Countdown im Nacken) geschätzte 10x quer durch den Bahnhof liefen, hatte ein Usbeke wohl Mitleid mit uns. Er krallte sich kurzerhand unsere Zugtickets, jagte uns einmal quer durch den Bahnhof, drängelte sich bei der Information einfach mal so vor und schubste die ältere Dame, welche gerade an der Reihe war, kurzerhand weg. Wie er in Erfahrung bringen konnte, befanden wir uns am falschen Bahnhof…das kann doch nicht wahr sein, top vorbereitet wie selten und doch am falschen Ort! Unser „Fremdenführer“ packte uns und lief im Eiltempo nochmals durch den ganzen Bahnhof. Das Thermometer zeigte 30 Grad an (gefühlte 100 Grad) und unsere Last auf dem Rücken vereinfachte die Sache auch nicht wirklich. Am Zielort angekommen war uns alles klar – zwei Bahnhöfe an einem Ort..soll einer mal verstehen.. Wir bedankten uns bei unserem hilfsbereiten Usbeken und überquerten die Strasse zum Leningrader Bahnhof.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug (250 km/h) Sapsan fuhren wir in 3 Stunden 50 Minuten von Moskau nach St. Petersburg.
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Bereits als wir in St. Petersburg um 21:30 Uhr ankamen, sah man deutlich, dass die Sonne noch sehr hoch stand und es daher noch sehr hell war. Von Ende Juni bis Mitte Juli geht die Sonne gar nicht oder nur sehr kurz unter, wodurch es zeitweise nie ganz dunkel wird – man nennt dies die Zeit der weissen Nächte von St. Petersburg. Leider verpassten wir dieses Spektakel ganz knapp, da die Sonne während unseres Besuches bereits wieder unterging.

Die Unterkunft die wir in St. Petersburg bezogen war sehr einfach und leider ziemlich heruntergekommen..nicht wirklich ein Ort um lange zu bleiben. Nun ja, günstig wars – die paar Tage müssen wir aushalten! Unser Motto daher, möglichst früh aufstehen und losziehen um spätabends erst wieder zurückzukehren.

In St. Petersburg leben ca. 5 Millionen Einwohner. Sie ist somit nach Moskau die zweitgrösste Stadt Russlands und die nördlichste Millionenmetropole der Welt. St. Petersburg liegt im Nordwesten des Landes und wurde erst vor etwas mehr als 300 Jahren von Peter dem Grossen erbaut. Der Fluss Newa schlängelt sich elegant durch die Stadt an Unmengen von Palästen und Prunkbauten vorbei. Nicht umsonst trägt die Stadt auch den Übernamen „Venedig des Nordens“.

 

Auch kulinarisch haben wir uns der russischen Kultur etwas angenähert. Es gab getrockneten Fisch und Pelmeni (gefüllte Teigtaschen).

 

St. Petersburg hat es uns angetan. Entgegen unseren Vorstellungen ist St. Petersburg eine pulsierende Metropole, welche wohl nie schläft. Die prunkvollen Bauten, die Newa die sich durch die Stadt schlängelt sowie der fast stündliche Wetterumschwung (Regen, Sonne, Regen, Sonne) verleihen der Stadt einen ganz speziellen Charme.

Wir haben die 4 Tage in St. Petersburg sehr genossen und freuen uns nun auf die Hauptstadt Russlands.

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