Bohol – Inselerkundung und die Suche nach dem perfekten Strand

Ou man, wie sind wir doch geschockt, als wir auf der Halbinsel Panglao, genauer gesagt am Alona Beach ankommen. War Siquijor eine Insel welche vom Tourismus noch fast gar nicht eingenommen wurde, sieht es am Alona Beach leider ganz anders aus. Restaurants, Bars, Resorts, Souvenirläden, Reisebüros und noch vieles mehr reiht sich am bekannten Whitebeach aneinander und fast ununterbrochen wird man wegen diverser Touren angequatscht. Wir können den Hype rund um den Whitebeach so gar nicht verstehen, denn Strände haben wir schon weitaus schönere gesehen und die Sicht aufs Meer wird von unzähligen Booten versperrt. Wir sind im ersten Moment enttäuscht und sehnen uns zurück auf unser Inselparadies…

Glücklicherweise merken wir aber relativ schnell, dass sich der Tourismus tatsächlich nur um den kleinen Alona Beach tummelt. Fährt man nämlich nur ein paar Kilometer weiter, findet man das natürliche Panglao mit seinen freundlichen Menschen und den wunderschönen Stränden.

Da das beste Fortbewegungsmittel auf einer Insel nach wie vor der Roller ist, mieten wir uns auch hier ein Gefährt – unseren Pink Panther! Obwohl Dominique sich erst an die Farbe gewöhnen muss, findet er letzten Endes doch Gefallen an unserem pinken Gefährt und braust damit über die Insel. 🙂

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Mit dem Roller machen wir uns auf die Mission den schönsten Strand zu finden. Und ja, den haben wir gefunden! Nur etwa zehn Fahrtminuten entfernt erstreckt sich der perlweisse Dumaluan Beach. Während man am westlichen Strandabschnitt Eintritt bezahlen muss,  kann man am anderen Ende einfach so zum Meer spazieren und ist dabei noch fast ganz alleine! Wir geniessen die Zeit am weissen Strand mit seinem kristallklaren türkis schimmerneden Meer! Ja doch, ist echt nicht schlecht! 😉

Gefahr im Paradies: Wusstet ihr nämlich, dass die Gefahr von einer Kokosnuss erschlagen zu werden grösser ist, als von einem Hai angegriffen zu werden? Aufgrund herunterfallenden Kokosnüssen gibt es jährlich fast 150 Todesfälle. Und so zählt die Kokosnuss angeblich zur Nr. 7 der gefährlichsten Vorkommnisse in der Natur. Daher lieber erst hoch schauen, bevor man sich ein lauschiges Plätzchen sucht…

…oder aber man machts einfach so….;-)

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Weiter fahren wir um die Halbinsel Panglao und finden am äussersten Zipfel einen wunderschönen, fast unberührten Flecken Erde. Hier lassen sich angeblich auch wunderschöne Sonnenuntergänge bewundern. Wir geniessen die Zeit und Ruhe hier, ziehen aber weiter, bevor die Sonne untergeht.

Da man, oder insbesondere wir nicht tagtäglich am Strand sitzen können, ist unser nächstes Ziel die mit einer Brücke verbundene Insel Bohol. Mit unserem Pink Panther begeben wir uns auf Inselerkundung.

Wir statten dem Tarsier Sanctuary einen Besuch ab. Unglaublich wie klein und süss diese Tierchen doch sind. Ganz leise bewegen wir uns durch den Dschungel, denn zuviel Lärm erschreckt resp. stresst diese kleinen Wesen derart, dass sich diese in den Selbstmord stürzen.

Die kleinen Tarsier, auch Koboldmaki genannt, kommen nur noch auf wenigen südlichen Inseln der Philippinen vor. Die Tarsier auf Bohol gehören zu den grösseren Ihrer Art. Mit einer Rumpflänge von 12 bis 13 cm und einem Gewicht von 110 bis 150 Gramm sind sie aber immernoch winzigklein. Der Schwanz dieser Tiere ist allerdings doppelt so lang. Ein weiterer spannender Fakt: Die Tarsier sind Rekordhalter mit den, in Relation zur Körpergrösse, grössten Augen aller Säugetiere. Und ja, sie sind wirklich süss!!

Wir fahren weiter bis die dicke schwarze Wolke über uns der Meinung ist, hier lassen wir es doch mal zünftig regnen. Schnell einen Unterstand gesucht und dann ist erstmal warten angesagt..

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Unser Unterstand entpuppt sich allerdings als wahres Paradies für Süssliebhaber, befindet sich in dem kleinen Häuschen doch eine kleine Bäckerei…ja das kommt doch wie gerufen!

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Die Wolke zieht weiter, der Bauch ist gefüllt, weiter gehts. Wir fahren vorbei an wunderschönen Kirchen, durch dichte Wälder und kleine philippinische Dörfer.

Die Insel Bohol ist neben den hier lebenden Tarsier auch für seine Chocolate Hills bekannt. Im Inselinnern ragen bis zu 1268 kegelförmige Hügel in die Höhe. Die Hügel sind ausschliesslich mit grünem Gras bewachsen. Während der Trockenperiode färbt sich dieses braun, weshalb die Hügel diesen Namen tragen. Geologen streiten sich noch heute über den Ursprung dieser Hügel. Aber eigentlich weiss so ziemlich niemand wie diese Hügel zu Stande gekommen sind.

Für eine ganze Inselumrundung reicht es leider nicht ganz, dennoch sind wir froh, neben dem touristischen Alona Beach ein weitaus authentischeres und viel schöneres Panglao und Bohol gesehen zu haben.

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