Mit dem Slowboat bis nach Thailand – zwei gemütliche Tage auf dem Mekong

Nach den entspannenden Tagen im Norden von Laos kehren wir zurück nach Luang Prabang. Nicht weil wir unbedingt nochmals hier hin wollen (obwohl uns Luang Prabang sehr gefallen hat), vielmehr fährt von hier aus unser Boot, welches uns in zwei Tagen nach Thailand bringen soll. Dem Mekong entlang schippern wir in gemächlichem Tempo in Richung thailändische Grenze – nach unserer Mopedreise eine willkommene Abwechslung!

Mit einem Tuktuk starten wir frühmorgens in Richtung Slowboat-Pier. Da wir unser Ticket direkt beim Pier besorgen, stehen wir überpünktlich zur „Schalteröffnungszeit“ am Ticketoffice. Kein Mensch hier. Einmal mehr ist Warten angesagt. Die Busse mit den anderen Touristen, welche ihre Tickets über eine Reiseagentur gebucht haben, treffen ein. Ein verschlafener Mann schlendert uns entgegen und gibt uns zu verstehen, dass wir uns noch etwas gedulden müssen, er braucht wohl noch ein paar Minuten. Wir warten geduldig, während die anderen Reisenden das Boot bereits besteigen. So war das eigentlich überhaupt nicht gedacht… Denn schliesslich wurde uns im Vorfeld geraten, möglichst fürh vor Ort zu sein, da wohl das Wichtigste an der gesamten Reise die Platzwahl sei. Möglichst weit vorne, resp. möglichst weit weg vom Motor soll man sitzen, entsprechend früh sind wir heute morgen losgezogen. Egal, alle Sorgen waren letztendlich für nichts, unser netter Ticketverkäufer öffnet schliesslich doch noch den Schalter und wir finden einen ganz passablen Platz in etwa der Mitte des Bootes. Zu unserer Freude bietet unser Boot zudem die Luxusausführung was die Sitze angeht. Hat man in einigen Booten nur harte Holzbänke zur Verfügung, bietet unser Luxuscruiser alte weiche Autositze, auf welchen es sich definitiv auch etwas länger aushalten lässt.

Während fast acht Stunden schippert das Boot gegen den Strom in Richtung Pakbeng, wo wir einen Übernachtungsstopp einlegen. Die Szenerie entlang des Flusses ist atemberaubend. Wir fahren vorbei an unberührter Natur. Hin und wieder passieren wir die eine oder andere Stromschnelle bevor wir abends unser Tagesziel Pakbeng erreichen.

Die Fahrt ist äusserst gemütlich und entspannend, für uns uns in keinster Weise langweilig. Wir geniessen die Aussicht, dösen ein wenig, lesen hin und wieder, wofür uns bisher kaum Zeit blieb…oder unterhalten uns mit anderen Reisenden…vielmehr gibt es auf einem Boot auf dem Mekong ja auch nicht wirklich zu tun.

Während der Fahrt legt unser Boot immer mal wieder für einen kurzen Moment irgendwo im Nirgendwo an. Es werden Pakete hinausgeworfen oder aber die wenigen einheimischen Laoten, welche mit uns reisen, steigen über Felsen oder an einem kleinen Strandabschnitt aus dem Boot und verschwinden im Dickicht des Dschungels. Kaum vorstellbar, dass sich hier in dieser Abgeschiedenheit ein Dorf befindet.

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Pakbeng selbst ist nur ein kleiner Ort, welcher wohl von dem obligatorischen Halt der Boote zwischen Huay Xai und Luang Prabang lebt. Kaum angekommen werden wir von Unterkunftsangeboten überhäuft. Entsprechend schnell finden wir daher auch ein Zimmer zum Übernachten. Mit Marc, Sean und Deborah, welche wir auf dem Boot kennenlernen geniessen wir ein feines Znacht am Ufer des Mekongs, genehmigen uns noch einen Schlummertrunk in der wohl einzigen Bar des Ortes, bevor wir todmüde ins Bett fallen…ja auch Bootfahren kann anstrengend sein..;-)

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Der Wecker klingelt auch heute früh morgens. Weitere acht Stunden liegen vor uns. Weitere acht Stunden süsses Nichtstun..es könnte uns tatsächlich schlechter gehen..;-) Unverständlich für uns, dass einige diese Bootsfahrt als sehr langweilig empfinden..wir nämlich sind schon fast ein bisschen traurig, als wir pünktlich abends um 17:00 Uhr in Huay Xai, unserem letzten Ziel in Laos ankommen.

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Wir gönnen uns ein letztes Beer Lao in Huay Xai, bevor wir am nächsten Tag die Brücke nach Thailand passieren und das nächste Land unserer Reise betreten.

Vier wunderschöne und spannende Wochen in Laos gehen für uns zu Ende. Laos hat unglaublich viel zu bieten – wunderschöne Natur, spannende Städte und hunderte Wasserfälle…;-) Hier lässt es sich definitiv auch länger verweilen. Wir freuen uns nun aber aufs nächste Land unserer Reise, insbesondere aufs thailändische Essen :-))

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