Hanoi – eine Woche in der Hauptstadt Vietnams

 

Zurück in Hanoi haben wir grundsätzlich zwei Aufgaben zu erledigen. Zum einen müssen wir unser Visum verlängern – ja ihr hört richtig, wir haben es einmal mehr nicht fertig gebracht das richtige Visum zu beantragen… Vielleicht lernen wir das mit den Visa-Geschichten ja irgendwann mal…:-) Und zum anderen müssen wir uns einen fahrbaren Untersatz für die weitere Reise besorgen – dazu aber später mehr.

Den Vibe von Hanoi haben wir ja schon beim ersten Kurzbesuch mitbekommen. Da wir nun aber aufgrund der Visumsverlängerung wohl mehr als eine Woche „festsitzen“, tauchen wir so richtig ins „Hanoische Leben“ ein. Hanoi ist wie bereits erwähnt laut, stinkig und stressig – eigentlich kein Ort um lange zu bleiben. Nun ja, wir müssen und so versüssen wir uns die Zeit so gut es nunmal geht.

Wir schlemmen uns durch die Streetfood-Küche Hanois und genehmigen uns das ein oder andere Bia Hoi. Für unfassbare 5000 Dong (CHF 0.25) bekommt man hier frisches Bier. Auch den speziellen vietnamesichen Egg-Coffee lassen wir uns nicht entgehen. Eine süsse Versuchung, welche einem flüssigen Tiramisu wohl am nächsten kommt. Des Weiteren gibt es jede Menge andere Leckereien (oder eben auch nicht), welche auf der Strasse angeboten werden.

Genau zum richtigen Zeitpunkt erreicht uns wieder einmal eine Essenspende. Wir entscheiden uns für ein Barbeque an einem der Streetfood-Stände Hanois. Und die Entscheidung war goldrichtig denn es hat wunderbar geschmeckt!

Vielen lieben Dank Gabriela und Konstantin! 🙂

Die schönste Beschäftigung in Hanoi besteht wohl darin das Geschehen auf den Strassen des Old-Quarters zu beobachten. Wir schlendern durch die Gassen oder machen es uns in einem der unzähligen Cafes bequem. Im touristischen Alststadt-Viertel wimmelt es von Schuhputzern. Und so wird man während man auf den winzigen Plastikstühlen sitzt ständig angesprochen. Mit der Zeit kann dies etwas nervig sein. Da Dominiques Schuhe jedoch bereits einige Verschleissspuren aufweisen, nehmen wir das Angebot für einmal gerne an und lassen die Schuhe flicken und putzen..;-)

Eine weitere Kuriosität Hanois sind die Eisenbahnschienen, welche sich mitten durch ein Wohnviertel schlängeln. Das Leben spielt sich völlig selbverständlich vor den Türen auf den Schienen ab. Nur die wenigen Male wenn ein Zug hier durchfährt wird kurzerhand alles weggeräumt.

Da man aber doch nicht während sieben Tagen nur auf Plastikstühlen sitzen kann, mieten wir uns für einen Tag einen Roller. Wir möchten hinauf zum West Lake, zum grössten See in Hanoi. Easy könnte man meinen, wer den Verkehr in Hanoi jedoch kennt, weiss „einfach“ ist anders…

Nun ja, grundsätzlich gilt es einfach die goldenen Regeln zu befolgen und man kommt relativ gut klar:

  1. In Vietnam herrscht das Recht des Stärkeren. Busse und Lastwagen nehmen null Rücksicht. Als Motorradfahrer musst du immer ausweichen.
  2. Verkehrsregeln gibt es nicht.. Fahr dann, wenn alle anderen auch fahren!
  3. Schau nie, aber auch wirklich NIE zurück – vergiss den Schulterblick! Der Hintermann muss reagieren, ganz einfach! Wer zurückschaut hat verloren. Vor einem passiert derart viel, dass man sich schlicht nicht erlauben darf eine Sekunde zurück zu schauen.
  4. Versuche immer in einem Schwarm anderer Fahrer zu fahren – so bist du am sichersten!
  5. Benutz deine Hupe so oft es geht. Hupen gilt in Vietnam nicht als Warnsignal, sondern wird als wichtiges Kommunikationsmittel eingesetzt. Hupen = Achtung ich komme!

Die Ausfahrt zum West Lake hat uns einmal mehr gezeigt, dass man die abgelegenen Ecken nur mit einem eigenen Gefährt zu sehen bekommt. Und so begnügen wir uns nicht nur damit Hanoi mit dem Motorrad zu erkunden, sondern wollen gleich das ganze Land mit dem eigenen fahrbaren Untersatz bereisen. Und was bietet sich in Vietnam hierfür wohl am besten an? Genau, das Motorrad! Unsere zweite Aufgabe besteht somit darin uns ein gutes, schickes Motorrad zu suchen.

Kann ja wohl nicht so schwer sein, schliesslich gibt es in Vietnam Millionen von Motorrädern. Des Weiteren ist es nicht mehr so unüblich als Backpacker das Land via Motorrad zu bereisen, weshalb diverse gebrauchte Motorräder von Backpackern angeboten werden. Hierbei handelt es sich meist um Honda Win’s (110 ccm), resp. kopierte chinesische Billigkopien. Leider sind die meisten Motorräder in einem desolaten Zustand. Wir jedoch möchten eine zumindest halbwegs sichere Maschine erwerben und entscheiden uns daher für eine nigelnagelneue „Honda“ Detech Win (130 ccm oder 120 ccm – das konnte uns niemand so genau sagen…). Natürlich handelt es sich auch hierbei um eine billige Kopie, dennoch sind diese etwas zuverlässiger und haben auf Wunsch etwas mehr Power, was für uns nicht ganz unwichtig ist, da wir zu zweit mit unseren beiden Backpacks auf nur einem Motorrad reisen werden.

Tatatataaaaa…darf ich vorstellen – unser neuer bester Freund! Wir sind nun stolze Besitzer eines eigenen Motorrades! 🙂 Die Reise kann also beginnen..

…vorher aber tun wir unseren Mägen noch etwas Gutes. Denn fast gleichzeitig erreicht uns eine weitere Essensspende. Und so lassen wir es uns am letzten Abend in Hanoi noch einmal so richtig gut gehen und geniessen eine feine Pizza aus dem Holzofen. Genau das Richtige, bevor wir unsere Tour ins Hinterland Vietnams starten und auf solche Annehmlichkeiten wohl für längere Zeit verzichten müssen.

Vielen lieben Dank Babsi! 🙂

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